Bildkarten "Metaphern in Bildern"

Bildimpulse als Online Workshop Tool: Mind-Opener & Reflexions-Methoden für Online-Teamentwicklung und Agile Retrospektiven

Diese Coaching-Karten geben vielfältige Impulse für sprachliche Bilder, auf die wir mehr oder weniger bewusst oft zurückgreifen. Die Arbeit mit Metaphern in Bildern ist eine wirksame Methode für Beratung, Coaching, Therapie, Weiterbildungen sowie Team- und Organisationsentwicklung. Auch für Scrum-Retrospektiven und weitere agile Events sind Bildkarten eine wertvolle Reflexions-Methode für die Analyse von Barrieren und Problemen sowie die Suche nach Verbesserungspotenzialen und Lösungen.

Tür-Öffner für lebendige Online Seminare, konstruktives Feedback und nachhaltiges Lernen

Mit unserem rational-logischen Denken allein kommen wir oft nicht weiter. Visuelle und sprachliche Bilder eröffnen uns Zugang zu unseren Emotionen und damit zum „Denken mit allen Sinnen“. Mit Metaphern (vom altgriechischen metaphora = Übertragung) können wir ähnliche Bedeutungen und Zusammenhänge erschließen, sozusagen weitere und tiefere Verbindungen erschaffen, als mit den ursprünglichen Worten oder Abbildungen.
So können wir mit Worten innere Bilder, komplexe Vorstellungen bis hinzu ganzen Geschichten erzeugen. Und all diese mit Gefühlen verbundenen Gedanken, Neu-Gelerntes und Zukunftsentwürfe werden nachhaltiger gespeichert und beeinflussen wirkungsvoller unser Verhalten.

„Die Metapher ist weit klüger als ihr Verfasser und so sind es viele Dinge. Alles hat seine Tiefen. Wer Augen hat der sieht [alles] in allem.“ (G. C. Lichtenberg, 1742 – 1799)

Diese "Metaphern in Bildern" im Überblick

Eckdaten:

Kartenzahl und Kurzbezeichnung: 40 Bildkarten – (M) Metaphern in Bildern

Titel: Bildimpulse als Online Workshop Tool: Mind-Opener & Reflexions-Methoden für Online-Teamentwicklung und Agile Retrospektiven

Tipp: Zusammen mit den Gefühlskarten „Wir als Tier“ und den Bildkarten „Lebensfluss & Biografiearbeit“ eine ideale Kombination, um noch mehr (Tier-) und (Wasser-)Metaphern zu nutzen

Themen & Anlässe:
– Beginn & Abschluss (Check-In/Check-Out) sowie zur Aktivierung bei Workshops, Trainings, Seminaren, Retrospektiven, Meetings und mehr
– Wirkung von Sprache & Sprachbildern verstehen
– Produktentwicklung, Design Thinking, Strategische Kommunikation
– Team- und Organisationsentwicklung

Besonders geeignet für:
– Zum Kennenlernen, Auflockern und Aktivieren
– Auftragsklärung, Zielfindung, Erwartungsabfragen
– Zwischenstand, Feedback, Rückblick, Transfersicherung
– Lernstrategien und Mnemotechniken
– Kreative Impulse, Assoziatives & kreatives Schreiben, Geschichten erzählen

Sprachwissenschaftlicher und Psychologischer Hintergrund:
Verschiedene Metapherntheorien, u.a. von Lakoff & Johnson sowie Fauconnier & Turner; für eine ausführliche sprachwissenschaftliche Übersicht: Rolf, E. (2005). Metaphertheorien. Berlin: de Gruyter.; mit mehr Praxisbezug: Schmitt, R. & Heidenreich, T. (2019). Metaphern in Psychotherapie und Beratung. Eine metaphernreflexive Perspektive. Weinheim: Beltz.

Literaturtipp:
– Lindemann, H. (2021). Die systemische Metaphern-Schatzkiste: Grundlagen und Methoden für die Beratungspraxis. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 
– Schramm S. & Wüstenhagen, C. (2015). Das Alphabet des Denkens: Wie Sprache unsere Gedanken und Gefühle prägt. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Impulsfragen und Anwendungs-Ideen

  1. Welche Bildkarte passt ganz spontan recht gut dazu, wie ich mich gerade fühle bzw. wie mein Tag (meine Woche) war?
    Was beschäftigt mich gerade – vielleicht auch mit einer Metapher oder einem Sprichwort ausgedrückt?
  2. Mit derselben oder einer anderen Bildkarte: Was hat meinen Tag (meine Woche) zu etwas Besonderem gemacht?
  3. Bitte mit einem Satz: Was war schwierig in letzter Zeit? -> Welche Karte, welche Metapher oder Redewendung bieten eine Lösungsidee an oder einen Ansatz, wo es sich lohnt noch hinzuschauen?

Wenn noch mehr Zeit ist:

  • Wie wird wohl ein Mensch, mit dem ich zuletzt viel zusammengearbeitet oder gelernt oder gestritten habe (oder was gerade relevant ist), die obigen Fragen beantworten? 
  • Blick in die Zukunft (mit etwas Fantasie): Welche Bildkarte werde ich wohl am Ende des Seminars (oder beim nächsten Meeting dieser Art) dafür wählen, wie ich dann im Rückblick das Seminar (oder meine dann letzte Woche) einschätzen werde?
  1. Gesprächsklima schaffen
    – Welche Karte beschreibt am besten wie die letzte Iteration verlaufen ist?
    a) für einen persönlich
    b) für das Team
    Zu jeder Karte können Stichworte notiert werden, die im nächsten Schritt wieder aufgegriffen werden können.
    – Die moderierende Person wählt (zufällig) eine Bildkarte und alle teilen ihre spontanen Ideen zu:
    a) Was auf dieser Karte verbinde ich mit der letzten Iteration?
    b) Was auf der Karte sollte ergänzt werden, damit sie die letzte Iteration gut beschreibt?
  2. Themen sammeln
    – Welche Karte beschreibt am besten, worüber heute geredet werden sollte?
    – Falls es Problemthemen gibt, über die schon sehr viel gesprochen wurde: Welche Karte zeigt ein Thema, was heute ‚verbannt‘ wird? – Welche Karte zeigt in etwa wann bzw. in welchem Kontext diese Thema wieder bearbeitet wird?
    – Worüber sollte heute geredet werden, obwohl es keine*r so richtig mag?
  3. Erkenntnisse gewinnen
    – Bei schwierigen Themen: Welche Karte beschreibt ‚Das Schwierige‘ oder ‚Den rosa Elefanten‘ gut? Was ist zu sehen, was wir nicht sehen wollen? Warum ist es schwierig? Und warum noch? Und ggf. eine weitere Runde: Warum noch? – Die Idee dabei ist, hinter das eigentliche Problem zu kommen oder vielleicht auch, dass es gar kein (so großes) Problem ist.
    – Einer Sache (zu zweit) auf den Grund gehen: Welche Karte beschreibt einen Aspekt, der genauer betrachtet / verstanden werden soll? Welche zweite Karte steht für das Gegenteil oder die Lösung oder einen ganz anderen Blickwinkel? Was genau unterscheidet die beiden Karten? Was sind die Gemeinsamkeiten? Ergeben sich (Lösungs-)Ideen, was als nächstes getan werden kann? Was braucht es dafür?
  4. Entscheidungen treffen
    Um nächste Schritte / Maßnahmen zu priorisieren, können Metaphern helfen:
    – Karte M-09: Wo läuft die Zeit davon? Was ist als erstes zu tun?
    – M-16: Welches Tor steht schon offen? Wo fehlt nur noch der letzte Schritt?
    – M-23: Welche Früchte hängen niedrig? Was ist leicht zu erreichen?
    – M-13: Wo sprühen die Funken? Was wird uns besondere Freude bereiten?
    – M-17: Wo gibt es ein Nadelöhr? Wofür müssen erst noch wichtige Ressourcen / Voraussetzungen geschaffen werden?
  5. Abschluss
    Wie denken die anderen über die Retro? Mit einer Karte raten, wie die Einschätzung (z.B. zur Stimmung, zum Nutzen für die nächste Iteration, etc.) von jemand anderes ist. Der Reihe nach mit folgenden möglichen Formulierungen:
    „Ich vermute Person A würde die Karte X wählen, weil …“ – Begründung nur mit einem Satz! Person A bestätigt oder korrigiert auch nur mit einem Satz und setzt mit Bezug zum Nächsten fort.
    Diese Methode ist besser für kleine Teams geeignet und kann auch als Einstieg genutzt werden.

Folgende Impulse passen auch gut für das Kartenset „Aller Anfang“.

Am Ende eines Seminars, Trainings, Workshops oder ähnlichem können folgende Reflexionsfragen helfen, das Gelernte bzw. Erlebte zu vertiefen und im Alltag umzusetzen. Dafür kann jeweils eine passende Anker- bzw. Motivationskarte gewählt werden, die auch Wochen und Monate später noch wichtige Erinnerungen wach rufen kann.

  1. Was habe ich Neues oder Überraschendes erfahren? Wobei oder wodurch sind meine Erwartungen in positivem Sinne durchkreuzt worden –  insbesondere in den Interaktionen der Menschen? Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, die einem erst später einfallen.
  2. Was nehme ich mit in meinen (Arbeits-)Alltag? Was möchte ich mehr, was weniger tun? Womit möchte ich beginnen, womit aufhören? Was läuft richtig gut und soll so bleiben?
  3. Wer oder was wird mir helfen, (auch kleine) Veränderungen in Angriff zu nehmen und aufrecht zu erhalten?
  4. Mit welchen Hürden rechne ich und was kann ich dann tun?
  5. Wofür lohnt es sich, Neues zu wagen, mutig zu sein und die Komfortzone zu verlassen? 

Mnemotechniken helfen, Informationen zu lernen und sicher wieder abrufen zu können. Es unterstützt, mehrere Sinne beim Lernen zu beteiligen und den eigenen (meistens hilfreichen) Lerntyp (optisch, verbal, mit den Händen probierend) zu kennen. Folgende bekannte Methoden lassen sich gut mit Bildkarten verknüpfen:

a) Geschichten erzählen: Den Lernstoff  in z.B. 40 Kurzgeschichten zu den Bildkarten formulieren. Jede Karte erleichtert das Abrufen dieser Geschichte, denn durch bildhaft-verknüpfendes Denken können auch abstrakte Inhalte gut eingeprägt werden.

b) Mit der Loci-Methode werden Inhalte räumlich geordnet und gelernt – am besten mit Bildkarten, die detailreicher sind, z.B. die Karte M-11: Oberthemen können den Zügen, Unterthemen einzelnen Wagons zugeordnet werden. Die Brücke steht für Aspekt X, die Brückenpfeiler für Y, rechts im Haus gibt es Z Fenster als Anker für bestimmte Stichworte. Auch Verknüpfungen zur nächsten Karte sind möglich z.B. zum Tor (M-16) am Rande der Gleise oder zum Hund (M-04) auf einem Wiesenstück.
Die Kartenreihenfolge lässt sich als Spaziergang (z.B. von der Bibliothek, M-01, bis in den Wald, M-40) einprägen.

TIPP: In der Großansicht (Lightbox) kann man gut zwischen den Karten hin- und herwechseln und so überprüfen, welche Inhalte schon sicher gelernt sind.
In der WebApp können eigene Galerien zusammengestellt werden.

Bildkarten als Online Workshop Tool - Galerie

Vorschau auf weitere 32 Bildkarten

Diese Metaphern-Bildkarten
und weitere Bildkarten-Sets gibt es im PictureMind Online-Tool als browserbasierte WebApp.

Bildnachweis: „Banner: Tür“ von Mabel Amber/Pixabay; M-01: Ralph/Pixabay; M-02: Rudy and Peter Skitterians/Pixabay; M-03: Joe/Pixabay; M-04: Dann Rose Newcomb/Pixabay; M-05: Andina Smylie/Pixabay; M-06: Rainer Kregovski/Pixabay; M-07: PublicDomainPictures/Pixabay; M-08: Sabrina Ripke/Pixabay; M-09: Gerd Altmann/Pixabay; M-10: Bernard-Verougstraete/Pixabay; M-11: Hans/Pixabay; M-12: Kim L/Pixabay; M-13: Anita Chen/Pixabay; M-14: Danny H./Pixabay; M-15: 0fjd125gk87/Pixabay; M-16: Martin Winkler/Pixabay; M-17: Myriams-Fotos/Pixabay; M-18: Pexels/Pixabay; M-19: Jürgen Schmidtlein/Pixabay; M-20: Elias/Pixabay; M-21: Jalyn Bryce/Pixabay; M-22: Ulrike Leone/Pixabay; M-23: Holger Schué/Pixabay; M-24: tijanatix/Pixabay; M-25: Aurélien Barre/Pixabay; M-26: Pavlo/Pixabay; M-27: Hans/Pixabay; M-28: kie-ker/Pixabay; M-29: Christoph Schütz/Pixabay; M-30: Ernesto Velázquez/Pixabay; M-31: Jana Wersch/Pixabay; M-32: Joe/Pixabay; M-33: Andreas Senftleben/Pixabay; M-34: Adam Smith/Pixabay; M-35: Foundry Co/Pixabay; M-36: LoggaWiggler/Pixabay; M-37: Pexels/Pixabay; M-38: Jolanta Dyr/Pixabay; M-39: kalhh/Pixabay; M-40: David Mark/Pixabay.

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