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Set "Gefühle und Beziehungen mit Tierkarten"

Mit Gefühlskarten Emotionen und Stimmungen verstehen

"Jedes Gefühl hat seinen eigenen Ton in der Stimme, seine Gebärden, seinen Gesichtsausdruck, welche ihm eigen sind; und diese Beziehung, gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm, ist es, was macht, daß die Leute gefallen oder mißfallen."  (François de La Rochefoucauld, 1613 - 1680, Offizier, Diplomat und Literat)

Schnell kann es passieren, unser eigenes Empfinden in andere Menschen und auch Tiere hinein zu interpretieren. "Schließlich sieht man ja, wie es dem Tier geht." Diese Übertragung kann uns auch helfen, unsere eigenen Gefühle und Beziehungen besser zu verstehen. Schließlich prägen diese unser Glück. Sich glücklich und zufrieden zu fühlen stärkt das Miteinander als Paar und in der Familie und fördert den Teamgeist bei der Arbeit.

Mit diesen 60 Gefühlskarten online aus der Tierwelt können Stimmungen, Gefühle und Beziehungsmuster ohne viel Worte verständlicher werden.

Bildkarten-Set "Anfang"

Anwendungen zu Emotionen, Gefühlen und Stimmungen

Emotionen aktivieren unser Denken und Handeln. Sie sind spontane, also im ersten Moment nicht kontrollierbare biologische Prozesse, die uns Signale über unsere Umwelt geben. Allgemein werden sechs Basis-Emotionen unterschieden: Furcht, Freude, Ärger, Traurigkeit, Ekel, Überraschung - manche Autoren nennen als siebente: Verachtung, manche nennen: Interesse. Diese primären Emotionen sind uns angeboren, bei allen Menschen universell und am Gesichtsausdruck erkennbar. Emotionen gut zu erkennen, schafft Sicherheit in sozialen Situationen und die Möglichkeit, angemessen auf unser Gegenüber zu reagieren.

Zu den folgenden Fragen zu den Gefühlskarten gibt es kein eindeutiges Richtig oder Falsch. Sie können vielmehr zum genauen Beobachten, in sich hinein spüren und Kurz-Geschichten erzählen anregen. Hinweise zu möglichen Antworten gibt es ganz unten auf der Seite.

a) Welche der Basis-Emotionen ist eher NICHT in den Gefühlskarten zu finden?

Gefühle sind bewusste, persönliche Interpretationen unseres Erlebens, vor allem unserer körperlichen Reaktionen. Über das, was wir fühlen, können wir nachdenken und entscheiden. Manchmal ist es jedoch nicht so klar, was z.B. ein Grummeln im Magen bedeutet. Es könnte für Angst oder Wut stehen. Negative Gefühle aktivieren meist schnelle Reaktionen wie Flucht oder Angriff. Sie verengen unsere Denk- und Handlungsmöglichkeiten. Das Grummeln könnte auch von freudiger Erwartung eines Auftritts stammen (auch Lampenfieber genannt). So kann unsere Aufmerksamkeit gestärkt werden. Positive Gefühle wie Freude, Heiterkeit, Zufriedenheit erweitern unsere Möglichkeiten - wir werden offener, freier, zugänglicher. Sie wirken oft vage, weil sie weniger direkt Verhalten auslösen, sondern eher den Geist anstoßen.

b) Auf welchen Tier-Bildkarten sind eher negative, auf welchen eher positive Gefühle dargestellt? Woran erkennst du das? Du kannst den Tieren auch Sprechblasen wie in einem Comic geben. Was würden sie sagen?

Auch hierbei gilt: die Bildimpulse sind oft mehrdeutig. Persönliche Interpretationen können dir Ideen zu deiner Gefühlswelt geben. Gibt es für dich mehr positive oder mehr negative Emotionen auf den Gefühlskarten?

Stimmungen haben eher keine direkten Auslöser in der Umwelt und keinen Bezug auf einen Menschen oder Gegenstand. Sie sind im Vergleich zu Emotionen länger andauernd und weniger intensiv. Stimmungen begünstigen Emotionen mit gleicher Qualität. Wer schon gereizt ist, dem reichen oft kleine Widrigkeiten, um sich richtig zu ärgern. Und Stimmungen erschweren Emotionen mit gegensätzlicher Qualität. Wer verliebt wie auf Wolken schwebt, lässt sich durch Probleme nicht so schnell aus der guten Stimmung bringen.

c) Wähle ein oder zwei Gefühlskarten, die eher eine Stimmung zeigen. Welche ist das für dich? Was könnte als nächstes passieren? Spiele in Gedanken einmal ein freudiges Ereignis und einmal etwas Schwieriges durch. Welche  Gefühle könnte das Tier dann haben und welche Reaktionen zeigen?

Gefühlskarten-Anwendungen zu Beziehungen

Folgende Fragen können zum Nachdenken über Beziehungen anregen - allein, zu zweit, in der Familie oder auch am Arbeitsplatz. Wir alle streben nach Glück und Zufriedenheit. Diese können jedoch nicht dauerhaft "rund um die Uhr" da sein. Auch negative Gefühle gehören zum Leben dazu. Wenn du oder ihr oft in Konflikten feststeckt, kann eine Unterstützung durch Beratung, Coaching oder Therapie weiter helfen.

Über welche Beziehung möchtest du reflektieren? - Welche Gefühlskarte beschreibt diese Beziehung am besten?

- Was auf dem Bild beschreibt eine typische Interaktion, z.B. wenn ich das sage oder mache, dann sagt oder macht die andere Person oft das … .

- Und was passiert dann häufig als nächstes? Gibt es eventuell mehrere Schleifen - das Gefühl "sich im Kreis zu drehen"?

- Was hat schon geholfen, aus einer schwierigen Situation wieder raus zu kommen? Gibt es dafür eine Gefühlskarte, die dies gut ausdrückt? Oder vielleicht eine Karte, die die wiedergefundene emotionale Verbundenheit zeigt?

- Wann gelingt es einfacher, über schwierige Themen zu reden? Was ist dann anders - vielleicht die Umgebung, die Anwesenheit weiterer Personen, eine andere Tageszeit oder ein bestimmter Wochentag? Wenn es für diese Frage keine passende Tier-Bildkarte geben sollte, können vielleicht Bildimpulse aus den Sets "Aller Anfang" oder "Basis" weiterhelfen.

Bildkarten, die Impulse für eine Lösung oder einen gewünschten Zustand geben, können als Anker-Karte für positive Erinnerungen und Gefühle genutzt und auch ausgedruckt werden.

PictureMind-Bildkarten zum selbst ausdrucken

Der Einfluss von Erwartungen

Bei vielen Beziehungs-Themen spielen Erwartungen über wahrscheinliche Reaktionen der anderen Person und die Interpretation von Verhaltensweisen eine wichtige Rolle. Damit kann (oft auch unbemerkt) unsere Kommunikation eine bestimmte Richtung bekommen. Oft haben sich über die Zeit Muster entwickelt, die wir nicht immer leicht erkennen können.

- Was ist deine Interpretation der Stimmung zwischen den beiden Kamelen in Bild G-01?

- Welches Kamel hatte das Stück Pappe wohl als erstes und was wird in den nächsten Minuten weiter geschehen?

- Teilen sich beide Kamele das Stück Pappe oder kämpfen sie darum?

Erwartungen stammen aus vergangenen Erfahrungen und dem Wunsch, dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden. Mit ihnen versuchen wir, Sicherheit in einer ggf. unsicher erscheinenden Zukunft zu erlangen. Wenn Erwartungen eng gefasst sind oder eventuell auch zu Forderungen werden, können sie auch schnell enttäuscht werden.

In Paar- und Familienbeziehungen und auch am Arbeitsplatz ist es hilfreich, offen über gegenseitige Erwartungen zu sprechen - UND zu wissen, dass jeder Mensch die Freiheit hat, Erwartungen auch nicht zu erfüllen.

- Wie geht es dir, wenn deine Wünsche und Erwartungen nicht erfüllt werden? Gibt es dafür eine Gefühlskarte, die das gut zeigt?

- Welche Gedanken kommen dir dann häufig in den Sinn? Hast du dann vielleicht eine besondere Köperwahrnehmung? Wie beschreibst du dieses Gefühl?

- Wenn du magst, kannst du einen konkreten Wunsch oder Erwartung an eine Person nur für dich in Gedanken umformulieren. Zum Beispiel, dass etwas "nicht immer" - dafür "immer mal" oder "so oft wie möglich" erfüllt wird. Wie geht es dir damit? Welche Gefühlskarte würdest du jetzt wählen?

P.S.: Kamele und Ziegen in der Wüste fressen wirklich auch Pappe, wenn es nichts Besseres gibt. Dies stillt wohl deren Hunger. Wie es einem Kamel wohl mit Pappe im Bauch geht, wenn es lieber Heu oder Gras hätte ;-)

Bildkarten-Set "Basis"

Vorschau

Diese 60 Bildkarten Online gibt es im PictureMind-Insight Bereich in großer Ansicht und mit allen Galerie-Funktionen kostenlos.

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Mögliche Antworten zu Emotionen, Gefühlen und Stimmungen

A) Die Basis-Emotion Ekel ist auf keiner Gefühlskarte richtig gut zu erkennen. Diese Emotion ist im menschlichen Gesicht an zusammengekniffenen Augen, einer gerümpften Nase und hochgezogenen Oberlippe zu erkennen. Es wird angenommen, dass auch Säugetiere Basisemotionen und insbes. Menschenaffen (Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen) auch komplexe Gefühle wie Eifersucht oder Scham haben. Ekel wird in der Regel von Dingen ausgelöst, die krank machen können und bewirkt, dass wir diese vermeiden bzw. sicheren Abstand halten.

B) Zwei Beispiele für die unterschiedliche Interpretation von Mimik, Gestik, Körperhaltung und Umgebungskontext:

Der Fuchs im Bild G-04 hält den Kopf gesenkt bzw. auf dem Rohr aufgelegt. Er befindet sich hinter einem Drahtzaun. Der Fuchs könnte traurig sein, weil er eingesperrt ist. Er könnte sich aber auch in einer Rettungsstation wohl fühlen, weil gerade seine Wunden gepflegt wurden und er sich satt fressen konnte.

Die zwei Pinguine im Bild G-06 laufen an Land über ein Grasbüschel. Sie schauen in verschiedene Richtungen. Sie könnten sagen, der Linke: "Das Gras hier im Käfig stört echt beim Laufen." - Der Rechte: "Ja, stimmt. Ich habe auch schon wunde Füße." Oder, der Linke: "Im Gras läuft es sich wirklich besser als in dem weichen Sand." - Der Rechte: "Und gleich geht’s kopfüber zu unseren Kumpels ins Wasser."

Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, mit positiven wie negativen Gefühlen zu variieren und unerwartete Geschichten zu erzählen.

C) Schaue dir zum Beispiel den Affen im Bild G-03 und den im Bild G-16 an: Was unterscheidet die beiden - in welcher Stimmung sind sie? G-03 könnte sich gerade von einer Überraschung erholen und noch vorsichtig, zurückgezogen, eher abwartend am Rand sitzen. G-16 schaut irgendwie wachsam, neugierig aus. Was könnte passieren, wenn bei beiden nun die Käfigtür aufgeht und ein Mensch reinkommt. Womöglich kommt Affe G-03 nur zögerlich hervor, während G-16 schnell bei dem mitgebrachten frischen Futter ist.

Auch hier ist es spannend, ob dir mehr freudig-komische oder schwierig-traurige Situationen und Kurz-Geschichten einfallen. Wenn du eine Tendenz mehr zu schwierigen, unangenehmen Themen merkst, kannst du üben, mehr positiv-gefärbte Worte zu verwenden, z.B. abenteuerlustig, dankbar, energiegeladen, erfüllt, erleichtert, erstaunt, freudig, gelassen, gutmütig, heiter, lebhaft, mutig, sanft, stolz, unbekümmert, zufrieden.

Bilder: G-01: Sylvia Jung, G-02: Marcel Langthim/Pixabay, G-03: Gerhard G./Pixabay, G-04: oblako3011/Pixabay, G-05: Adina Voicu/Pixabay, G-06: webkatze/Pixabay, G-07: PublicDomainPictures/Pixabay, G-08: Ulrike Mai/Pixabay, G-09: Muhammad Ridha/Pixabay, G-10: Christian Klein/Pixabay, G-11: Ada K/Pixabay, G-12: S. Hermann & F. Richter/Pixabay, G-13: Gerhard G./Pixabay, G-14: IMAGE-WS/Pixabay, G-15: TeeFarm/Pixabay, G-16: Roland Steinmann/Pixabay, G-17: Michelle Raponi/Pixabay, G-18: Christine Sponchia/Pixabay, G-19: HeungSoon/Pixabay, G-20: Michael Schwarzenberger/Pixabay, G-21: sikermarketing/Pixabay, G-22: Masakazu Kobayashi/Pixabay, G-23: Steve Lancaster/Pixabay, G-24: Petr Elvis/Pixabay, G-25: Herbert Aust/Pixabay, G-26: erwin nowak/Pixabay, G-27: Thomas B./Pixabay, G-28: moni08/Pixabay, G-29: jagdprinzessin/Pixabay, G-30: monsterpong09/Pixabay, G-31: Martin Webeling/Pixabay, G-32: No-longer-here/Pixabay, G-33: Christina Wendlandt/Pixabay, G-34: Comfreak/Pixabay, G-35: TheOtherKev/Pixabay, G-36: Brigitte/Pixabay, G-37: pasja1000/Pixabay, G-38: LoggaWiggler/Pixabay, G-39: TitusStaunton/Pixabay, G-40: Jeannette1980/Pixabay, G-41: callmegundu/Pixabay, G-42: Ingo Jakubke/Pixabay, G-43: Markus Wagner/Pixabay, G-44: Schwoaze/Pixabay, G-45: Andre Martens/Pixabay, G-46: InspiredImages/Pixabay, G-47: Flavio Moura/Pixabay, G-48: Sergio Cerrato - Italia/Pixabay, G-49: Couleur/Pixabay, G-50: Sylvia Jung, G-51: Andreas Lischka/Pixabay, G-52: cocoparisienne/Pixabay, G-53: Sasin Tipchai/Pixabay, G-54: Natalia Kollegova/Pixabay, G-55: suju-foto/Pixabay, G-56: Irina Gijasova/Pixabay, G-57: Judith West/Pixabay, G-58: Patty Jansen/Pixabay, G-59: Nel Botha/Pixabay, G-60: Peggy und Marco Lachmann-Anke/Pixabay.